Vorspannen Anheben Vorvisierung
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Video Vorspannen
Das Vorspannen hat überwiegend den Zweck, möglichst viele Technikaspekte vor dem eigentlichen Schuss zu erledigen. Hier können die nachstehenden Kriterien ohne Zeitdruck und mit ihrer individuellen Wertschätzung ausgeführt werden. Folgende Aspekte sind dabei von besonderer Bedeutung:
![]() Durch das erste Vorspannens des Bogens um wenige Zentimeter wird die korrekte Platzierung der Griffschale in der Hand spürbar. Diese Vorspannarbeit erfolgt nicht im angespannten Bogenzustand.
Parallel dazu sollte das Bogenarmausdrehen stattfinden. Das bedeutet, der Ellenbogenknick (Innenseite des Ellenbogens) sollte annähernd senkrecht stehen.
Bei der Armrotation ist es wichtig, dass der Bogen weiterhin in der Senkrechten bleibt, und sich das Druckpunktgefühl nicht verändert.
Als nächstes sollte die Bogenschulter im Fokus sein. Sie wird möglichst tief positioniert und dann verriegelt. Dies geschieht durch den Versuch, das Schulterblatt möglichst eng und tief an den Körper zu ziehen.
Ab jetzt wird mit dem Schultergelenk des Bogenarmes keinerlei Arbeit mehr verrichtet. Um ein möglichst effektives Kräftedreieck zu erreichen, werden die Schulterblätter parallel zur Schussrichtung ausgerichtet. Die Bogenvorspannung beträgt jetzt ca. 50% des späteren Endauszuges. Dieser Wert variiert von Schütze zu Schütze. Je nach Ober- /Unterarmverhältnis kann dieser Wert bis zu 80% betragen.
Bereits jetzt wird der Zugarm in der Höhe positioniert. Er sollte in der Verlängerung der Pfeilachse liegen. Als maximalen Überhöhungswert darf der Arm auf der Pfeilvelängerung zu liegen kommen.
Das Handgelenk oder ein anderer Teil der Zughand kann ab hier bereits schon in Kontakt mit dem Kopf oder vielmehr mit dem Kinn kommen. Dieser Kontakt hat den Vorteil, dass die Position für den Schützen kontrollierbar wird. Er kann die Position immer wieder einnehmen und überprüfen.
Ab jetzt ist der Blick des Schützen ausschließlich auf das Zentrum der Scheibe fixiert. Beim gesamten Zielvorgang wird immer nur das Gold scharf gesehen. Das Korn wird daraufhin in der Mitte der Scheibe platziert. Es ist dabei natürlich, dass das Korn unscharf erscheint.
So nicht!
Bogenarm nicht eingedreht
hohe Bogenschulter
Oberkörper verdreht
Zugarm zu tief oder zu hoch
Tipps und Tricks aus der Praxis
![]() Um das Eindrehen des Bogenarmes zu üben, drückt der Schütze gegen einen senkrecht stehenden Gegenstand ohne ihn zu umfassen (z. B. Pfosten, Baum, Scheibe). Man simuliert hierbei den Druck der Griffschale und trainiert dann das Verdrehen des Ellenbogens, möglichst ohne Kräfteauswirkung auf die Hand.
Aktualisiert (Donnerstag, den 07. Januar 2010 um 23:17 Uhr) |



















