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Video Stand und Schwerpunktlage
Der Stand ist das Fundament des späteren Schussablaufes.
Um den Schuss immer wieder gleichmäßig ablaufen lassen zu können, ist es eminent wichtig, immer den gleichen Stand einzunehmen.
Folgende Aspekte sind dabei von besonderer Bedeutung:
Begonnen wird mit der Position der Füße an der Schusslinie. Der Abstand der beiden Füße sollte schulterbreit sein, um die größtmögliche Stabilität des gesamten Körpers zu erreichen. So können am besten externe Einflüsse, wie z. B. Wind, ausgeglichen werden. Die Gewichtsverteilung vom linken zum rechten Fuß muss gleichmäßig sein. Das Gleichgewicht ist besonders nach dem Anheben des Bogens zu beachten, da hierbei oft das hintere Bein stärker belastet wird, um das Bogengewicht auszugleichen. Bereits in diesem Stadium werden oft die Fehler für eine spätere Rückenlage begonnen. Die Schultern dürfen nicht gehoben werden, sondern sollten entspannt nach unten hängen. Der Bogenarm bekommt dadurch einen größeren Abstand zur Sehne, und somit wird ein Anstreifen der Sehne nachhaltig verhindert. Bereits hier wird die Basis für eine effektive Schulterarbeit gelegt.
Grundsätzlich sollten die Füße parallel zueinander stehen. Eine leichte Drehung der Fußspitzen nach innen, um ca. 5 Grad, wäre jedoch empfehlenswert. Dadurch wird ein unbeabsichtigtes Abwinkeln der Knie beim Schuss erschwert. Unerlässlich für einen sicheren Stand sind durchgedrückte Knie.
Die ideale Körperschwerpunktslage ist leicht vorgekippt auf den Fußballen. So wird eine maximale Bewegungsfreiheit der Sehne zum Oberkörper gewährleistet. Die Schulterarbeit ist durch diese vorgeneigte Haltung auch leichter zu koordinieren. Von Trainerseite ist stets darauf zu achten, dass kein Ansatz eines Hohlkreuzes zu beobachten ist. Dies würde nämlich eine angespannte Rückenmuskulatur bedeuten, was eine feinfühlige Schulterarbeit erschweren würde. Die Vorlage und die aufrechte Oberkörperhaltung sind Voraussetzungen für eine saubere Körperspannung.
Alle vorher beschriebenen Aspekte zusammen ergeben ein aufrechtes und erhabenes Erscheinungsbild.
SO NICHT
Rückenlage und Füße zusammen
Tipps und Tricks aus der Praxis Die Regel besagt lediglich, dass sich die Schusslinie zwischen den beiden Füßen befinden muss. Sie muss jedoch nicht in der Mitte der Füße verlaufen. Wird die Schusslinie an den hinteren Fuß gelegt, wird die effektive Scheibendistanz um ca. 10 cm verkürzt. Bei 18 m in der Halle und einem 9er Schnitt (540 Ringe) bedeutet dies ein rechnerisches Geschenk von immerhin 3 Ringen. Geschenke ausschlagen ist uncool!
Um die Körperschwerpunktlage zu trainieren, kann man den Schützen auf eine Wippe stellen. Die Wippe ist ein einfaches Holzbrett mit einem untergeschraubten quadratischen Holzklotz. Je nach Können des Schützen kann seine Größe zwischen 5x5 cm und 10x10 cm variieren. Damit kann sowohl die gleichmäßige Belastung der beiden Beine, als auch die Schwerpunktlage nach vorne geübt werden. Schützen, die Schwierigkeiten mit dem Hohlkreuz haben, sollten beim Voraufbau die Gesäßmuskulatur (Nuss knacken) anspannen und den Bauch einziehen.
Aktualisiert (Donnerstag, den 24. Dezember 2009 um 16:14 Uhr) |










