07.07.2025 kw/lw

Bei strahlendem Sonnenschein und idealen Bedingungen von 28 °C ohne Wind fand am Samstag die Bayerische Landesmeisterschaft im Para-Bogenschießen unter der Ausrichtung des BVS statt – eine Entscheidung mit Weitsicht, wie sich zeigte, denn gleich fünf neue Landesrekorde wurden aufgestellt.

2025 07 06 BM Para Fita Feucht 120

 🌟 Rekorde und Höhepunkte

- Sebastian Kollarek aus Feucht steigerte bei den Sehbehinderten den Landesrekord auf 525 Ringe.

- Birgit Noll setzte bei den Seniorinnen ein Ausrufezeichen: 578 Ringe, ganze 20 mehr als der bisherige Rekord.

- In der Blankbogenklasse der Damen wurde mit 480 Ringen eine neue Ära eingeleitet.

- Jürgen Puschmann-Frenken, ebenfalls aus Feucht, pulverisierte den bisherigen Rekord der Senioren B und erzielte herausragende 548 Ringe – über 120 mehr als zuvor.

 🧠 Spannung pur bei den Senioren A

Bis zum letzten Pfeil wurde bei der am stärksten besetzten Klasse um den Titel gekämpft:

| Platz | Name                    | Verein           | Ringe |

|-------|-------------------------|------------------|-------|

| 🥇 1  | Gerhard Endres          | BS Oberdürrbach  | 590   |

| 🥈 2  | Thilo Böhm              | SG Waldbrunn     | 580   |

| 🥉 3  | Arnold Schneider        | BS Feucht        | 569   |

Dicht gefolgt von Horst Braunschläger und Herbert Köhler, die nur einen Ring Abstand zum Podium hatten. Die Routiniers Edgar Scheiner und Karl-Heinz Matern blieben hinter den Erwartungen zurück.

 🏹 Langdistanz und Nachwuchs

Bei den Langdistanz-Klassen zeigten viele Kaderathletinnen und -athleten ihr Können, jedoch konnten nur wenige ihr volles Potenzial abrufen. Lediglich Gastschützin Jule Lammers aus Niedersachsen konnte mit 525 Ringen überzeugen. Philip Sauren, derzeit mit privatem Umbau beschäftigt, blieb mit 468 Ringen unter seinen Möglichkeiten.

Der Nachwuchs durfte sich ebenfalls ins Rampenlicht stellen: Abdulla Vural aus Neuendettelsau krönte sein letztes Schülerjahr mit tollen 542 Ringen – ein verheißungsvoller Abschluss mit Blick auf kommende Erfolge.

 🎯 Ein Dank an die Organisatoren

Wie gewohnt stellten die Bogenschützen Feucht, die mit viel Engagement und sieben freiwilligen Helferinnen und Helfern eine erstklassige Veranstaltung auf die Beine.

Besonderer Dank gilt:

- Carolin Haber, Abteilungsleiterin der Bayerischen Bogenschützen, für die überregionale Organisation.

- Peter Bauer, dem unermüdlichen Schiedsrichter, dessen Einsatz zum reibungslosen Ablauf entscheidend beitrug.

02.07.2025 ks/lw

Feucht, Juli 2025 – Kurz bevor der Sommer sein heißestes Gesicht zeigt, trainierten unsere Para-Bogenschützinnen und -schützen auf Hochtouren: Der Vorbereitungslehrgang zur Bayerischen Para Landesmeisterschaft fand bei bestem Wetter unter Leitung von Klaus Schwarz auf unserem Vereinsgelände statt.

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💪 Individuelles Techniktraining auf höchstem Niveau

Jeder Athlet brachte seine ganz eigenen Ziele mit:

  • Philip Sauren, frisch zurück vom internationalen Wettbewerb in Rom, arbeitete gezielt an einem sauberen, linearen Bewegungsablauf. Technik und Konstanz standen für ihn im Fokus.
  • Sebastian Kollarek, stark sehbehindert, verfolgt einen einzigen großen Traum: Die Teilnahme an der Para-Weltmeisterschaft im südkoreanischen Gwangju im September. Für ihn war das Zusammenspiel mit seinem Spotter – seinem Vater – zentral. Da Sebastian seine Treffer nicht sehen kann, analysieren sie jeden einzelnen Schuss gemeinsam, um Haltung und Technik zu optimieren. 420 Wertungsschüsse an einem Tag bedeuteten: Persönlicher Saisonrekord!

🎯 Prominente Unterstützung für Philip

Philip bekam an diesem Tag hochkarätige Gesellschaft: DSB-Olympionikin Charline Schwarz war zu Gast und trainierte mit ihm Einzelfinale und Mannschaftswettbewerbe – Sparring auf Top-Niveau. Auch er brachte es auf stolze 340 Schuss und einen erschöpften, aber glücklichen Abschluss.

🍉 Starker Einsatz – süßer Abschluss

Nach acht Stunden intensivem Training beendeten unsere Athleten den Tag mit ein paar erfrischenden Scheiben Wassermelone – ein verdienter Genuss nach einem Tag voller Fokussierung und Teamgeist.

13.05.2025 lw/ks

Startschuss in die Outdoor-Saison: Landeskader bereitet sich auf internationale Wettkämpfe vor

Mit dem Beginn des Mais kehrte endlich die Freiluftsaison für die Landeskader-Schützen zurück. Bei angenehmen Temperaturen unter freiem Himmel wurde intensiv trainiert, um die Bögen an die weiten Distanzen von 50 bzw. 70 Metern anzupassen.

Für die erfahrene Trainerin Enzmann gab es eine Überraschung: Ein Jugendlicher war über den Winter um fast 4 cm gewachsen, sodass seine Auszugslänge an die veränderte Körpergeometrie neu angepasst werden musste. Trainer Schwarz hingegen hatte ein besonderes Augenmerk auf Schütze Philip Sauren gelegt. Wettkampfsimulationen und Coachings standen für ihn im Mittelpunkt – eine entscheidende Vorbereitung auf das kommende große Event.

In zwei Wochen wird das Team nach Rom reisen, um am ersten internationalen European Para Archery Cupteilzunehmen. Dieser Cup findet auf dem gleichen Gelände statt, auf dem auch die Para-Weltmeisterschaft im nächsten Jahr ausgetragen wird. Die Erfahrung, die hier gesammelt wird, könnte also einen entscheidenden Vorteil für die kommenden Herausforderungen bieten.

Nach acht Stunden intensivem Training und mehr als 200 Schüssen auf das Ziel durften die Athleten erschöpft, aber zufrieden, ihren Heimweg antreten – bereit für die nächsten großen Schritte in der Saison.

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Erfolgreiches Debüt der Feuchter Para-Schützen auf internationaler Bühne

Rom – Der erste europäische Para-Bogen-Cup 2025 in Rom bot eine beeindruckende Premiere für die Feuchter Para-Bogenschützen. Mit Teilnehmern aus 29 Ländern und 121 Athleten war das Turnier hochkarätig besetzt. Deutschland ging mit drei Startern ins Rennen: Philip Sauren und Jule Lammers, die in Feucht von Klaus Schwarz trainiert werden. Während Sauren für Feucht antritt, startet Lammers für ihren Heimatverein BC Werlte. Doch bei internationalen Veranstaltungen treten die Vereinszugehörigkeiten in den Hintergrund – alle kämpften gemeinsam für Deutschland. Die dritte im Team war Bundeskaderschützin Flora Kliem, die bereits 2024 bei den Paralympischen Spielen in Paris an den Start ging und mit Abstand die erfahrenste im deutschen Aufgebot war.

Starke Konkurrenz und dramatische Entscheidungen

Die Wettkämpfe begannen mit der Qualifikationsrunde, in der Sauren mit 505 Ringen Platz 29 belegte. Spannender verlief das Turnier bei den Damen: Jule Lammers und Flora Kliem lieferten sich ein packendes Duell, das Kliem hauchdünn mit 526 Ringen vor Lammers mit 525 Ringen für sich entschied. 
Im K.-o.-System der Finalrunde musste sich Sauren gegen den starken Polen Lukasz Ciszek klar geschlagen geben. Auch im Mixed-Wettbewerb mit Kliem war das deutsche Team gegen die späteren Silbermedaillengewinner aus Indien chancenlos. 

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Dramatik pur im Damen-Einzel und Finale

Das Damen-Einzel hielt eine unerwartete Begegnung bereit: Kliem und Lammers traten gegeneinander an. Trotz ihrer engen Freundschaft ließ Lammers keine Zweifel aufkommen und gewann souverän mit 6:0. In der nächsten Runde traf sie auf die Inderin Pooja, die das Match erst im letzten Pfeil mit 6:4 für sich entschied. 
Am Samstag fanden die Finals im imposanten Stadio Olimpico statt. Vor rund 400 Zuschauern traten die deutschen Damen gegen Gastgeber Italien an. Nach einem starken Start und dem zwischenzeitlichen Ausgleich zum 2:2 mussten sich Lammers und Kliem am Ende jedoch den Italienerinnen geschlagen geben. Die Silbermedaille wurde später im Hotel gebührend gefeiert. 

Ausblick auf kommende Herausforderungen

Nach diesem gelungenen internationalen Auftritt bereiten sich die Feuchter Schützen auf die nächsten Wettkämpfe vor: Lammers reist Ende Juli zu den European Para Youth Games in die Türkei, während das Römische Quartett im September in Tschechien antritt. Interessierte können das Team beim Training auf dem Sportgelände der Bogenschützen Feucht live erleben.
Ein gelungener Auftakt für die Feuchter Athleten – jetzt heißt es weiter hart arbeiten, um beim nächsten Mal erneut für Furore zu sorgen.

02.04.2025 ks/lw

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Auftakt zur Freiluftsaison

Am vergangenen Wochenende war der Stützpunkt der Bogenschützen Feucht Schauplatz eines besonderen Ereignisses: Der Bayerische Landeskader der Para Bogenschützen des BVS eröffnete mit einem Auftaktlehrgang die Freiluftsaison. 

Während die Woche noch mit rekordverdächtigen +16°C für Frühlingsgefühle sorgte, präsentierte sich der Sonntag mit eisigem Wind und kühlen 10°C von seiner launischen Seite. Trotzdem ließen sich unsere Athleten nicht davon abhalten und griffen gut eingepackt in warme Kleidung beherzt zu ihren Bögen. 

Effektivität trotz Kälte 

Der Lehrgang kann rückblickend als voller Erfolg verbucht werden: Nach einer ersten Leistungskontrolle wurden gezielte Materialchecks durchgeführt, und für jeden Schützen stand die Bearbeitung eines wesentlichen Schießelements im Fokus. 

Besondere Gäste – besondere Motivation 

Ein Höhepunkt waren die Gäste vom Bundesverband des DBS: Aus Göttingen war niemand Geringeres als Olympiateilnehmerin Flora Kliems angereist, während Jule Lammers sogar die weite Reise aus dem rund 650 km entfernten Emden auf sich nahm. Neben der wertvollen Trainingszeit diente dieser Lehrgang auch als wichtige Gelegenheit für das gegenseitige Kennenlernen der Athleten, die in diesem Jahr gemeinsam bei internationalen Wettkämpfen in Rom und Nove Mesto antreten werden. 

Mit solch einem motivierten Auftakt ist die Freiluftsaison 2025 der Para Bogenschützen des BVS bestens gestartet. Wir drücken allen Athleten die Daumen für eine erfolgreiche Saison!